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Ratgeber · Checkliste
Website Zugangsdaten einfordern: diese acht sollten Sie haben
Ihre Website Zugangsdaten gehören zu Ihrem Unternehmen wie der Schlüssel zu Ihrer Werkstatt, und Sie sollten sie haben, bevor Sie sie dringend brauchen.
Bei meinen Websites liegen alle Zugänge von Anfang an bei Ihnen. Viele merken dagegen erst beim Wechsel der Agentur, dass ihnen wichtige Zugänge fehlen.
Diese Checkliste zeigt, welche Zugänge zählen und wie Sie sie freundlich, aber bestimmt einfordern.
8 Zugänge im ÜberblickVorlage zum AnschreibenWas tun bei Ablehnung
Checkliste
Zugänge, die auf Ihren Namen laufen sollten
✓Domain beim Anbieter (Registrar)Inhaber: Sie
✓DNS-VerwaltungLesezugriff mindestens
✓Hosting oder Servereigenes Konto
✓Redaktionssystem oder EditorAdmin-Rechte
!Quellcode oder Backupvollständiger Export
✓E-Mail-PostfächerAdmin-Zugang
!Google UnternehmensprofilInhaber-Rolle
!Google Search Console und StatistikInhaber-Rolle
Gelb markiert: Zugänge, die nach meiner Erfahrung besonders oft fehlen.
Die acht Zugänge
Was jeder Zugang bedeutet und warum er zählt
1. Domain
Ihre Adresse im Netz. Prüfen Sie, dass Sie selbst als Inhaber eingetragen sind, nicht der Webdesigner. Mehr dazu unter Domain auf Webdesigner registriert.
2. DNS
Die Einstellungen, die bestimmen, wohin Ihre Domain zeigt und wohin E-Mails gehen. Wer hier ändern kann, kann Ihre Website und Ihr Postfach umleiten.
3. Hosting
Der Ort, an dem Ihre Website liegt. Ohne Zugang können Sie nicht umziehen und keine Sicherung herunterladen.
4. Redaktionssystem
Der Login, mit dem Inhalte geändert werden, etwa WordPress oder ein Editor. Sie sollten Administrator sein, nicht nur Redakteur.
5. Quellcode oder Backup
Eine vollständige Kopie Ihrer Website. Damit kann jeder andere Webdesigner weiterarbeiten.
6. E-Mail-Postfächer
Oft hängen sie an der Domain. Wenn niemand neue Postfächer anlegen kann, wird jede Neueinstellung im Team kompliziert.
7. Google Unternehmensprofil
Ihr Eintrag bei Google Maps. Sie sollten Inhaber sein. Agenturen können Sie als Verwalter hinzufügen, nicht umgekehrt.
8. Search Console und Statistik
Hier sehen Sie, wie Ihre Website bei Google abschneidet. Die Daten gehören Ihnen und sollten bei einem Wechsel nicht verloren gehen.
Vorlage
So fragen Sie Ihren Webdesigner nach den Zugängen
Freundlich, bestimmt und mit Frist. Passen Sie die Vorlage an Ihre Situation an.
Betreff: Zugangsdaten zu unserer Website
Hallo [Name],
wir bringen gerade unsere Unterlagen in Ordnung und möchten alle Zugänge zu unserer Website selbst sicher aufbewahren. Bitte schicken Sie uns bis zum [Datum] die folgenden Zugänge oder richten Sie für uns eigene Admin-Zugänge ein: Domainverwaltung beim Anbieter, Hosting, Redaktionssystem, E-Mail-Verwaltung, Google Unternehmensprofil und Google Search Console.
Bitte bestätigen Sie uns außerdem, auf wen die Domain [ihre-firma.de] als Inhaber eingetragen ist.
Vielen Dank und viele Grüße
[Ihr Name]
Wenn es hakt
Ihr Webdesigner rückt die Zugänge nicht heraus? Ruhig bleiben, schriftlich bleiben.
Meistens steckt kein böser Wille dahinter, sondern Bequemlichkeit oder ein vergessenes Passwort. Erinnern Sie freundlich und setzen Sie eine klare Frist.
Wenn das nicht hilft, prüfen Sie Ihren Vertrag. Bei rechtlichen Fragen helfen Ihre IHK, die Verbraucherzentrale oder eine Anwältin für IT-Recht. Ich selbst darf und kann Sie rechtlich nicht beraten.
Was ich tun kann: Ihnen zeigen, welche Zugänge technisch nötig sind, und den Umzug übernehmen, sobald Sie sie haben. Wie ein Wechsel abläuft, steht unter Webdesigner wechseln.
Gut aufbewahren
Wohin mit den Zugängen, wenn Sie sie haben?
Ein Zettel im Schreibtisch ist besser als nichts, aber nicht viel. Ich empfehle einen Passwortmanager. Dort liegen alle Zugänge verschlüsselt an einem Ort, und Sie können sie bei Bedarf mit einer Vertretung teilen.
Denken Sie auch an den Notfall: Wer im Betrieb kommt an die Zugänge, wenn Sie krank oder im Urlaub sind? Hinterlegen Sie das bewusst, statt es dem Zufall zu überlassen.
Und ändern Sie Passwörter, sobald jemand mit Zugang das Unternehmen verlässt, egal ob Mitarbeiterin oder Agentur.
Bei mir
Bei meinen Websites müssen Sie nichts einfordern.
Ich lege Domain, Hosting und Quellcode direkt in Konten auf Ihren Namen an. Sie sind Inhaber, ich bekomme nur so viel Zugriff, wie ich für die Arbeit brauche. Zur Übergabe bekommen Sie eine Liste aller Zugänge, und Ihre Inhalte bearbeiten Sie selbst.
Häufige Fragen
Zugänge und Rechte: kurz erklärt
Habe ich ein Recht auf meine Website Zugangsdaten?
Das hängt von Ihrem Vertrag ab. Häufig ist geregelt, dass Sie nach vollständiger Bezahlung die Nutzungsrechte und Zugänge erhalten, aber nicht immer. Ich bin kein Anwalt. Wenn Ihr Webdesigner sich weigert, lassen Sie sich von einer Anwältin, Ihrer IHK oder der Verbraucherzentrale beraten.
Welche Zugangsdaten sind am wichtigsten?
Die Domain. Wer die Domain kontrolliert, kontrolliert Ihre Adresse im Netz und oft auch Ihre E-Mails. Danach kommen Hosting, der Zugang zum Redaktionssystem und Ihr Google Unternehmensprofil.
Reicht es, wenn mein Webdesigner die Zugänge für mich aufbewahrt?
Aus meiner Sicht nein. Menschen wechseln den Job, Agenturen schließen, und Passwörter gehen verloren. Sie sollten die Zugänge selbst haben, idealerweise in einem Passwortmanager.
Mein Webdesigner hat die Website auf seinem Hosting. Ist das schlimm?
Nicht automatisch. Problematisch wird es, wenn Sie keinen Zugriff haben und nicht wissen, wie Sie umziehen könnten. Fragen Sie nach einem vollständigen Export und danach, ob die Domain auf Sie läuft.
Wie machen Sie das bei Ihren Kunden?
Bei mir laufen Domain, Hosting und Quellcode von Anfang an in Konten auf Ihren Namen. Zur Übergabe bekommen Sie eine Liste aller Zugänge. Ich halte nichts zurück.
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Wenn Sie die Zugänge haben
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Endlich alles in eigener Hand.
Schreiben Sie mir, welche Zugänge Ihnen fehlen. Ich sage Ihnen, wie aufwendig ein Umzug wäre und was er kostet.